Eine Lungenentzündung ist keine harmlose Erkrankung: In Deutschland gehört sie zu den zehn häufigsten Todesursachen. Pneumokokken und RSV sind zwei unterschiedliche Erreger. Beide können jedoch insbesondere bei älteren Menschen und Personen mit bestimmten Vorerkrankungen zu schweren Atemwegserkrankungen und einer notwendigen Krankenhausbehandlung führen.
Eine Impfung kann helfen, schwere Krankheitsverläufe zu verhindern und das Risiko von Komplikationen deutlich zu reduzieren.
Pneumokokken – mehr als nur eine Lungenentzündung
Pneumokokken sind Bakterien, die unter anderem Lungenentzündungen verursachen können. In schweren Fällen können sie auch eine Blutvergiftung (Sepsis) oder eine Hirnhautentzündung auslösen.
Das Risiko für schwere Pneumokokken-Erkrankungen steigt insbesondere mit zunehmendem Alter und bei bestimmten Vorerkrankungen. Deshalb empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) die Pneumokokken-Impfung grundsätzlich für alle Menschen ab 60 Jahren. Die Standardimpfung erfolgt derzeit einmalig mit einem 20-valenten Pneumokokken-Konjugatimpfstoff (PCV20) und sollte alle 6 Jahre aufgefrischt werden.
Eine Impfung wird außerdem unabhängig vom Alter bei bestimmten Erkrankungen empfohlen, beispielsweise bei:
- Erkrankungen des Herzens oder der Lunge
- Diabetes mellitus
- chronischen Leber- oder Nierenerkrankungen
- Erkrankungen mit geschwächtem Immunsystem
- fehlender oder nicht funktionierender Milz
- Krebserkrankungen
Gerade für Menschen mit solchen Erkrankungen kann eine Pneumokokken-Infektion besonders gefährlich werden.
RSV – nicht nur eine Erkrankung von Säuglingen
Das RS-Virus (RSV) ist vielen Menschen vor allem durch Erkrankungen bei Säuglingen und Kleinkindern bekannt. Aber auch bei älteren Erwachsenen kann eine RSV-Infektion schwer verlaufen.
RSV kann beispielsweise eine Bronchitis oder Lungenentzündung verursachen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen sowie Personen mit bestimmten Herz-, Lungen- oder anderen schweren Grunderkrankungen.
Die STIKO empfiehlt deshalb:
Ab 75 Jahren: Eine einmalige RSV-Impfung für alle Menschen.
Im Alter von 60 bis 74 Jahren: Eine einmalige RSV-Impfung wird empfohlen, wenn eine relevant beeinträchtigende Grunderkrankung vorliegt oder die Person in einer Pflegeeinrichtung lebt.
Danach muss die Impfung nie wieder aufgefrischt werden und bietet lebenslangen Schutz.
Warum beide Impfungen sinnvoll sind
Pneumokokken und RSV sind unterschiedliche Erreger – deshalb schützt die eine Impfung nicht vor dem jeweils anderen.
Gerade bei älteren Menschen können Atemwegsinfektionen zu einem längeren Krankenhausaufenthalt, einer Verschlechterung bestehender Erkrankungen und einer längeren Erholungsphase führen. Die Impfungen sind deshalb ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsvorsorge.
Und bei HALEO
Schauen Sie gerne einmal in Ihren Impfausweis: Wurden Sie bereits gegen RSV (z. B. mit Arexvy) oder gegen Pneumokokken (z. B. mit Prevenar) geimpft? Falls nicht, kommen Sie gerne ohne Termin bei uns vorbei! Wir beraten Sie gerne und prüfen, ob eine Impfung für Sie empfohlen ist. Sie sind sich nicht sicher, ob Sie bereits geimpft wurden oder ob eine Impfung für Sie infrage kommt? Kein Problem – melden Sie sich einfach bei uns. Wir helfen Ihnen gerne weiter.
Mit einer Impfung können Sie sich und Ihre Gesundheit wirksam vor schweren Erkrankungen schützen.




