Schützen Impfungen vor Demenz?

Ja. Impfungen scheinen mit einem geringeren Risiko für Demenz verbunden zu sein. Studien zeigen, dass Impfungen gegen Krankheiten wie Herpes zoster (Gürtelrose), Grippe, Pneumokokken (Lungenentzündung) und Tetanus-Diphtherie-Pertussis (Tdap) das Risiko, an Demenz zu erkranken, verringern können.

Das Risiko sinkt je nach Impfstoff unterschiedlich: Bei der Herpes-zoster-Impfung ist das Risiko für alle Demenzarten um etwa 24 % niedriger und für Alzheimer sogar um 47 %. Grippe-Impfungen senken das Risiko um etwa 13–31 %. Pneumokokken-Impfungen verringern das Risiko für Alzheimer um etwa 27–36 %. Auch Tdap-Impfungen scheinen das Risiko deutlich zu senken.

Es wird auch vermutet, dass der Schutz stärker ist, wenn man regelmäßig geimpft wird, vor allem bei der Grippe. Die genauen Mechanismen, warum Impfungen das Demenzrisiko senken, sind noch nicht ganz geklärt. Man geht davon aus, dass Impfungen das Immunsystem auf eine Weise beeinflussen, die Entzündungen im Körper verringert, welche die Gehirnzellen schädigen könnten.

Es handelt sich dabei um Zusammenhänge, die in Beobachtungsstudien gefunden wurden. Es ist noch nicht endgültig bewiesen, dass Impfungen direkt Demenz verhindern. Aber die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Impfungen ein wichtiger Teil von Strategien zur Prävention von Demenz sein könnten.

Nutzen Sie die Gelegenheit, um Ihren Impfausweis zu überprüfen und machen Sie bei Bedarf einen Impftermin bei uns. Sind Sie unsicher, was die Einträge in Ihrem Impfausweis bedeuten? Schicken Sie uns einfach Bilder davon, und wir schauen es uns für Sie an. Am sichersten geht das über unsere Praxis-App, um Ihre Daten zu schützen.

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